Unterschiedliche Herausforderungen, verschiedene Lösungen, gleiches Ziel – eine gute Pflege fördern: Berlin und Finnland Partnerländer Berliner Pflegekonferenz 2019

Berlin, 07.11.2019 Die 6. Berliner Pflegekonferenz präsentierte zwei Partnerländer, die sich in vielen Punkten unterscheiden, doch sehr ähnliche Ziele verfolgen. Als internationaler Konferenzpartner steht Finnland als großes Flächenland mit geringer Einwohnerdichte vor großen Herausforderungen bei der Versorgung alter und kranker Menschen. Auf der Berliner Pflegekonferenz 2019 stellte das Land Lösungen und Konzepte vor, wie eine gute Pflege trotz großer geografischer Entfernungen gelingen kann. Das nationale Partnerland war in diesem Jahr Berlin. Eine Metropole, die vor vollkommen anderen Fragestellungen bei der Pflege steht, dies aber mit vielen klugen Maßnahmen angeht.

„Wir möchten auf der Berliner Pflegekonferenz Kontroversen, Gegensätze und Lösungsmodelle aufzeigen, denn nur dann kann sich an bestehenden Problemen etwas ändern“, erläuterte Yves Rawiel, Initiator der Berliner Pflegekonferenz, bei der Vorstellung der beiden diesjährigen Partnerländer. „Mit Berlin und Finnland konnten wir zwei Regionen für die Berliner Pflegekonferenz gewinnen, die unterschiedlicher nicht sein können. Aus diesem Gegensatz ergeben sich viele interessante und inspirierende Aspekte für Akteure aus der Pflege, die zu nachhaltigen Dialogen und neuen Ideen führen. Das ist unser Ziel“, betont Rawiel.

Finnlands Vertreter, darunter der Gesandte und Stellvertretende Leiter der Botschaft Finnlands in Berlin, Dr. Antti Kaski, präsentierten in verschieden Vorträgen und an einem Messestand ihre Maßnahmen und Projekte. Digitale Angebote werden zum Beispiel gegen Einsamkeit und drohende Depression für alte Menschen eingesetzt, dadurch spielen große Distanzen keine Rolle. Ein weiteres vorbildliches Projekt sind Busse, die zur Unterstützung der pflegerischen und medizinischen Versorgung eingesetzt werden. Mobilität sorgt so dafür, dass auch in dünn besiedelten Regionen gute Pflege geleistet werden kann.

Berlin hingegen beeindruckt durch seine heterogene Bevölkerung und seine vielen Bewohner mit diversen kulturellen Hintergründen, die auf vergleichsweise knappem Raum leben. Für Pflegebedürftige bedeutet das, dass sie einen anderen Zugang zur Versorgung erleben. Berlins Pflegesenatorin Dilek Kalayci verwies auf der Berliner Pflegekonferenz auf die verschiedenen Maßnahmen, die von der Senatsverwaltung vorangetrieben werden, um die Zukunft der Pflege zu sichern. Mit Initiativen wie dem „Berliner Pakt für die Pflege“ und einer umfangreichen Ausbildungsoffensive sollen junge Menschen für die Pflegeberufe gewonnen werden und diese gleichzeitig finanziell und qualitativ attraktiver gemacht werden.

Die rund 600 Gäste der 6. Berliner Pflegekonferenz erlebten durch die Vorstellung der beiden Partnerländer vielfältige Ideen und Wege, wie Pflege unter ganz unterschiedlichen Rahmenbedingungen gestaltet werden kann.

Weitere Informationen zu der Berliner Pflegekonferenz sind auf der Konferenzwebsite unter www.berliner-pflegekonferenz.de zu finden.