Vereinbarkeit von Beruf und Pflege – ein Gewinn für Arbeitgeber und Beschäftigte: Preisträger des Otto Heinemann Preises 2018 ausgezeichnet

Berlin, 08.11.2018 Die Vereinbarkeit von Beruf und der Pflege ist von immer größerer Bedeutung für viele Arbeitnehmer in Deutschland. Das Bewusstsein bei den Arbeitgebern, dass sie ihre Angestellten bei dieser Doppelbelastung unterstützen sollten, nimmt ebenfalls zu. Das Oberlandesgericht Köln, der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein a. G. und die Henkel AG & Co. KGaA, Standort Düsseldorf, sind Vorbilder auf diesem Gebiet. Sie wurden daher von einer fachkundigen Jury in ihren Kategorien zu den Preisträgern des Otto Heinemann Preis 2018 auserkoren. Der erstmals vergebende Sonderpreis, unterstützt von der Deutschen Rentenversicherung Bund, ging an die h.kühn GmbH. Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen der 5. Berliner Pflegekonferenz statt.

Der in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ausgelobte Otto Heinemann Preis richtet sich an Arbeitgeber, die sich im besonderen Maße für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einsetzen. Denn die Mehrfachbelastung durch Beruf und Pflege betrifft in einer Gesellschaft mit einer steigenden Zahl von älteren Menschen immer mehr Arbeitnehmer. Ministerialdirektor Harald Kuhne, Leiter der Zentralabteilung, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, hob deshalb in seiner Laudatio zum Otto Heinemann Preis hervor: „Immer mehr Beschäftigte stehen vor der Herausforderung, neben dem Beruf Angehörige zu pflegen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewinnt daher auch unter diesem Gesichtspunkt – neben der Erziehung von Kindern – zunehmend an Bedeutung. Hier ist es wünschenswert, wenn Arbeitgeber ihre Angestellten bei diesem Weg unterstützen“.

Der Otto Heinemann Preis wird von spectrumK, dem BKK Dachverband und dem IKK e.V. vergeben. In der Kategorie bis 1000 Mitarbeitern ging der Preis in diesem Jahr an das Oberlandesgericht Köln, in der Klasse 1001 bis 5000 Mitarbeiter wurde der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein a. G. ausgezeichnet. Und bei den Arbeitgebern mit mehr als 5000 Angestellten erhielt die Henkel AG & Co. KGaA die Auszeichnung.

Yves Rawiel, Geschäftsführer von spectrumK und Initiator der Berliner Pflegekonferenz, lobt das Engagement der Preisträger, aber auch das der Nominierten und der zahlreichen Bewerber. „Der Einsatz der Unternehmen und Institutionen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der belastenden Situation der Pflege von Angehörigen durch innovative Programme und Angebote zu unterstützen, ist bemerkenswert. Das wollen wir mit dem Otto Heinemann Preis würdigen und weitere Unternehmen motivieren, ähnliche Wege zu gehen.“

In diesem Jahr gab es auch eine Premiere. Die Mitglieder der Jury vergaben den Sonderpreis an die h.kühn GmbH und ehrten damit den mutigen Einsatz eines kleinen Unternehmens. Denn mit weniger als hundert Angestellten stellt es sich der besonderen Herausforderung, seinen Beschäftigten bei der Pflege von Angehörigen zur Seite zu stehen. „Beruf und Pflegeverantwortung miteinander zu vereinbaren, das bedeutet Höchstleistung beruflich und privat. Wenn besonders kleinere Unternehmen sich dafür einsetzen, ihren Mitarbeitern in diesen Phasen zu helfen, möchten wir das unterstützen. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, dieses besondere Engagement mit einer Auszeichnung zu würdigen“, begründete Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, den Sonderpreis.