Pflegebeauftragter Westerfellhaus ist Schirmherr des Marie Simon Pflegepreises

Berlin 05. Juni 2018 Die diesjährige Verleihung des Marie Simon Pflegepreises wird unter der Schirmherrschaft des Pflegebeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, stehen. Mit dem Preis prämieren spectrumK und der Deutsche Städte- und Gemeindebund Projekte, die mit neuen Ideen und zielgerichtetem Vorgehen altersgerechte Strukturen schaffen, die die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen sowie die Arbeitsbedingungen Pflegender nachhaltig verbessern. Alle Verbände, Institutionen, Initiativen, Unternehmen, Einzelpersonen und Fachleute aus dem Pflege- bzw. Gesundheitssektor sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben!

In einer alternden Gesellschaft stellt das Schließen von Lücken in der pflegerischen Versorgung eine der großen Herausforderungen dar. „Dass sich der Bevollmächtigte der Bundesregierung für die Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, bereit erklärt, die Schirmherrschaft für den Marie Simon Pflegepreis zu übernehmen, bedeutet eine ganz besondere Anerkennung für die Menschen, die hinter den prämierten Projekten stehen“, betont Yves Rawiel, Initiator der Berliner Pflegekonferenz und Geschäftsführer von spectrumK. „Ohne den nachhaltigen Einsatz engagierter Menschen, die sich den derzeitigen Herausforderungen stellen, ist das nicht zu schaffen,“ erklärt Rawiel. „Durch die Unterstützung des Pflegebevollmächtigten kommen wir dem Ziel des Marie Simon Preises, dieses Engagement sichtbar werden zu lassen und Impulse zur Nachahmung zu geben, einen wichtigen Schritt näher!“

Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehören Projekte wie das der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V., die in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein Bauernhöfe zu Orten für Menschen mit Demenz umgestaltet oder das KONFETTI-Café, das sich an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen wendet. Projekte wie diese wirken den Stereotypen von Trostlosigkeit erfolgreich entgegen, eröffnen zugleich neue Sichtweisen auf das Thema Demenz und bieten vielfältige Anregungen zur Nachahmung.

Auch unter dem Stichwort ‚gesellschaftliche Teilhabe‘ wurden in den letzten Jahren verschiedene Initiativen prämiert. Der Verein Wege aus der Einsamkeit, führt in seinem Projekt ‚Digitale Welt nutzen – auch im Alter‘ erfolgreich vor, wie es gelingen kann, Isolation und Vereinsamung zu überwinden. Die Seniorengemeinschaft Kronach Stadt und Land ist wiederum ein herausragendes Beispiel dafür, wie sich Mitglieder dieser Gemeinschaft bei der Bewältigung des Alltags gegenseitig unterstützen, indem sie z.B. füreinander Einkaufen gehen, Gartenarbeit erledigen oder im Haushalt helfen.

Eine hochkarätige Jury, zu der in diesem Jahr – neben der Berliner Pflegesenatorin Dilek Kolat – auch Stefanie Drese, Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern gehört, wird über die eingereichten Bewerbungen entscheiden. Die Verleihung des Preises erfolgt am Abend des 8. Novembers 2018 im Rahmen der 5. Berliner Pflegekonferenz.

Bewerbungen für den Marie Simon Pflegepreis 2018 sind bis zum 15. Juli 2018 möglich. Benannt wurde der Preis nach Marie Simon, der 1824 geborenen „deutschen Florence Nightingale“ und tatkräftigen Pionierin auf dem Gebiet der Pflege.

Weiterführende zum Marie Simon Preis: www.marie-simon-preis.de.